Bericht Amsterdam

Freitag frühmorgens um 3.00 Uhr ging es mit den Autos Richtung Basel um dort den Flieger zu unserem diesjährigem Ziel Amsterdam zu nehmen. In Amsterdam angekommen bemerkten wir schon bald dass die Velos Vortritt haben und das auch vor uns Fussgängern. Das Hotel lag nur 5 Minuten vom Bahnhof weg und wurde schnell gefunden. Nach dem guten Morgenessen ging es in die Stadt. Eine Grachtenfahrt auf den Amsterdamer Kanälen wollten wir zuerst machen. Wir staunten über die schmalen, hohen und schrägen Häuser entlang der Grachten.

 

Bei der ersten Haltestelle stiegen wir aus um im Hard Rock Cafe zu shoppen. Natürlich durfte ein Kaffee auch nicht fehlen, welchen wir aber im Nachbarladen auf der Terrasse zu uns nahmen. Weiter ging es dann wieder mit der Grachtenfahrt vorbei an der Bierbrauerei Heineken und dem Anne Frank Museum. Bei diesem sahen wir die lange Warteschlange davor die zirka 3 Stunden betrug. Zurück am Ausgangspunkt trennten wir Frauen uns, ein paar gingen zum "lädele" und die anderen flanierten gemütlich durch die Stadt.

Unser Hotel hatte ja wirklich eine super Lage und alle waren sehr freundlich aber die Zimmer waren leider nicht alle so sauber. Unser (Sabrina, Natascha und meins) erstes Zimmer war nicht sauber und die Putzfrau behauptete wir waren schon am morgen drin. Das Zweite nahmen wir widerwillig, da wir einfach nur müde waren, aber es roch nach Schimmel und im Bad war dieser auch zu sehen. Nach dem gemeinsamen Nachtessen wechselten wir das Zimmer zum dritten Mal. Nun hausten wir im sechsten Stock, der Lift ging aber nur in den vierten und von da an ging es zwei Stockwerke über eine steile Treppe ohne Licht in den sechsten Stock. Das Zimmer war aber sauber und wir sahen oder rochen auch kein Schimmel. Nach dieser Zimmerwechsel-Odyssee tauchten wir ins Nachtleben von Amsterdam ein und nahmen in einer Seitengasse noch einen Drink. Ein sehr langer Freitag ging nun dem Ende zu und alle schliefen tief und fest oder so!

 

Für Samstagmorgen war eine Velotour geplant, sie sollte uns zu einem Bauernhof führen, wo Käse und Holzschuhe gemacht werden. Unser Reiseleiter Sam führte uns zehn Frauen gekonnt durch die Strassen von Amsterdam und erzählte uns viel über die Stadt und die Menschen. „Holländer sind eigentlich sehr freundliche Leute, bis sie auf dem Velo sitzen!“ so die Aussage von Sam. Das wussten wir ja schon von unserem ersten Tag, dass die Amsterdamer nicht bremsen sondern läuten und dann ganz nahe vorbei fahren. Bei unserer Fahrt brauchten wir die Glocke nicht, wir waren ganz gemütlich unterwegs. Wir besuchten den Vondelpark, fuhren dann Richtung Jordaan, das ehemalige Arbeiterviertel. Weiter ging es zum Anne Frank Haus und zu der Westerkerk vorbei am Palast (der gar nicht wie ein Königspalast aussieht!) und zum Denkmal der Kriegsgefallenen, direkt ins Rotlicht-Viertel und von dort aus weiter zum Chinesen-Viertel und dann an der Nieuwevaart zur Windmühle. Bei der Windmühle, in der sie noch eigenes Bier brauen, machten wir eine kleine Pause und wir fragten Sam, wann wir denn beim Bauernhaus seien. Er war sehr geschockt und sagte uns, dass wir die Stadttour gemacht hätten und jetzt wieder zurück fuhren. Okay, da war wohl etwas schief gegangen, egal dachten wir, es hat Spass gemacht durch die Stadt zu radeln. Sam hatte aber ein schlechtes Gewissen und fuhr mit uns Frauen, ohne etwas zu sagen, doch noch zum Bauernhaus. Wir hatten somit zwei Touren zum Preis von einer! So wurde uns auf dem Bauernhof erklärt wie der Bauernhauskäse gemacht und auch wie die „Holländerzoggle“ hergestellt werden. Im Laden konnten wir uns mit Käse und „Zoggle“ eindecken. Die Holzschuhe sind aus Pappelholz und gar nicht so unbequem wie ich immer dachte. Gekauft habe ich dennoch keine, sie hätten kein Platz in meinem Koffer gehabt. Ein paar Frauen kauften ein „Schuhkässeli“ und der nette Mann brannte noch die gewünschten Namen drauf. Und eine Handvoll geräuchter Käse fanden den Weg in die Schweiz. Nun ging es auf direktem Weg der Amstel entlang wieder zurück zum Ausgangspunkt. Es war eine tolle Tour und zum weiterempfehlen. Danke, Sam!

Am Abend nahmen wir das Nachtessen gemeinsam im Chinesenviertel von Amsterdam in einem Thailändischen Restaurant ein. Danach ging es für ein paar Frauen noch hoch hinauf mit dem Riesenrad.

 

Am Sonntagmorgen, dem letzten Tag in Amsterdam, wurde beim Morgenessen besprochen was wir noch unternehmen möchten. Wir teilten uns in drei Gruppen auf. Die erste Gruppe (Lisi s) hatte Lust , den Stadtmarathon zu besuchen, der an diesem Wochenende stattfand. Die zweite Gruppe (Susanne, Ruth, Doris, Annerös, Anita) entschied sich für das Sex-Museum, Shoppen und nochmals eine Grachtenfahrt zu geniessen. Der Rest (Sabrina, Natascha und ich) beschloss im Vondelpark zu flanieren und mit den Trams durch die Stadt zu kurven. Leider fuhren nicht alle Trams wegen des Marathons! Später trafen wir uns beim Hotel und gingen zum Italiener über die Strasse zum letzten gemeinsamen Essen in Amsterdam.

Die Heimreise ging flott, niemand musste zurückbleiben und die Koffer kamen auch alle in Basel an.

Danke an Annerös und Susanne für die tolle Organisation!

 

Bericht: Yvonne Kneubühl