CSIT World Sport Games 2013 in Varna (Bulgarien)

Am Sonntag, 2. Juni 2013, besammelten sich Claudia Schürch, Adrian Jakob, Cornelia Wyss und ich ( Michael Jakob) am Bahnhof in Burgdorf und fuhren mit dem Zug nach Zürich. Dort trafen wir unsere Team-Kollegen aus Oberentfelden. Zusammen ging’s weiter nach Kloten.

Am Flughafen wartete der Rest vom Team schon gespannt. Da wir uns noch nicht richtig kannten war die Anspannung sehr gross. Mit der Air Bulgaria flogen wir nach Sofia, wo wir eine Zwischenlandung einlegten. Diese zog sich mit 4 Stunden Wartezeit enorm in die Länge und langsam machte sich neben der Müdigkeit auch etwas Hunger breit. Der verspätete Weiterflug verlief reibungslos und so trafen wir samt Gepäck um halb neun in Varna ein. Mit einem Bus wurde das Team ins Grand Hotel Varna chauffiert. Kaum angekommen, stürmten die meisten das Buffet, da es seit dem Frühstück nichts Rechtes zu essen gegeben hatte. Müde verkrochen wir uns anschliessend in unsere Zimmer, denn am nächsten Morgen stand nämlich schon das erste Training auf dem Programm.

Um 10 Uhr am 3. Juni besammelten wir uns am Frühstücks Buffet und unser Bus zum Sportplatz fuhr um 11 Uhr los. Noch müde von der Reise standen nun alle auf dem Sportplatz und das Training startet. Sprint und Weitsprung standen im Vordergrund, aber auch die Staffel musste noch geübt werden. Die Wechsel liefen nicht ganz glatt, da wir die ja bisher nur ein Mal bei einem Zusammenzug trainiert hatten.

Erschöpft vom Trainings und der glühenden Hitze liefen wir zum Treffpunkt wo uns der Bus eigentlich abholen sollte. In Bulgarien scheint das Organisieren der Verkehrsmittel etwas schwieriger als in der Schweiz, schlussendlich kamen aber doch noch Alle gut im Hotel an.

Am Abend fand die Eröffnungszeremonie nach bulgarischer Art statt. Wieder zurück im Hotel, entspannten wir uns noch gemütlich am an der Poolbar.

Am 4. Juni wurden wir eine Stunde früher geweckt. Unsere Teamchefs Urs Wälti und Dominic Blattner hatten geplant eine Stunde früher mit dem Training zu beginnen, aber weil der Bus zuerst das Stadion nicht fand, war die Stunde früher aufstehen für nichts.

Auch heute hielt sich die Sonne nicht zurück und es waren gefühlte 40 Grad auf der Rundbahn. Das Training wurde nun aufgeteilt nach Disziplin, welche einem zugeteilt worden waren. Das hiess für mich, dass noch der Hochsprung dazukam. Nach dem erfolgreichen Trainingsmorgen fanden wir im Hotelpool die verdiente Abkühlung. An der Poolbar wurde anschliessend noch heftig diskutiert, da die Wettkampf am nächsten Tag anfingen.

Mit einer spürbaren Spannung, versammelt sich das ganze Team zum Frühstück, denn heute ist der 5. Juni und der erste Wettkampftag. 

Naina Kryss, Daniel Kljajic und Dominic Blattner gingen vor, da Diskus nicht im gleichen Stadion stattfand. Im Stadion Mladost traf der Rest von uns auf die Leichtathleten und Athletinnen aus all den andern Ländern.

Es hatte noch keinen einzigen Zuschauer und der Sportplatz sah ziemlich leer aus. Darüber etwas verwundert richteten wir uns bei unserem Stammplatz ein. Die Athleten/innen die als Erste starten mussten, wärmten sich langsam ein.

Auf dem Sportplatz regte sich langsam etwas und pünktlich startete der Wettkampf. Die Zuschauer blieben leider immer noch aus. Im Diskus erzielten wir schon früh eine Silbermedaille durch Daniel Kljajic wie auch später im Weitsprung durch Maruan Giumma. Mit voller Power feuerten wir unsere Teamkollegen bei ihren Disziplinen an. Auch alle Anderen erzielten Topleistungen und übertrafen zum Teil ihre persönlichen Bestleistungen. Der Wettkampf endete erfolgreich, jedoch waren die Gefühle im Bus geteilt. Gefühle der Freude über eine Bestleistung oder Medaille wechselte mit Ärger über Fehler die man hätte verhindern können. Todmüde löschten die meiste die Lichter freiwillig. 

Auch am 6. Juni, wie schon am Vortag, gab wieder Jeder sein Bestes. Das Wetter war wieder sonnig und über die kleinen Wolken freuten wir uns jedes Mal wenn sie kurz die Sonne verdeckten.

Nach harten Kämpfen hatten wir 6 Medaillen in verschiedenen Disziplinen gewonnen. Wer nicht auf der Rundbahn am Schwitzen war, feuerte seine Kollegen an, macht Fotos oder filmte die Glanzleistungen. Während den Wettkämpfen wurden immer gleich die Rangverkündigungen durchgeführt, was oft für Stress bei unserem Photographen Adrian Jakob sorgte. Nach Abschluss aller Disziplinen fand die Rangverkündigung der Länder statt. Mit Erfolg kämpfte sich das Frauenteam auf den 3. Rang, bei den Männern reichte es um 2 Punkte nicht aufs Podest und wir wurden 4er. Es wurden noch T-Shirts getauscht und Siegerfotos gemacht. Zurück im Hotel feierten wir unseren Erfolg mit einem Sprung samt Kleider in den Pool. Frisch geduscht und hoch motiviert feierten wir zuerst an der Poolbar, später zogen dir dann runter an den Strand. Die Letzten fanden erst spät Nachts ihre Zimmer.

Am Freitag 7.Juni verschliefen die meisten den Morgen. Das Programm konnte frei gewählt werden. Die Meisten bummelten in die grossen Einkaufszentren um ihr Geld los zu werden. Andere hingegen ruhten sich am Pool oder Strand aus und genossen die Sonne. Nach diesem ruhigen und gemütlichen Tag kam das gesamte Team am Abend zusammen und genoss gemeinsam den Rest des Tages.

Auch am 8. Juni war das Programm frei, das frühe Aufstehen reizte jedoch auch heute niemanden. Mittags fuhren einige nochmals in die Stadt.

Am Abend fand die Abschlusszeremonie im Park des Hotels statt. Mit vielen Aufführungen wie Synchronschwimmen oder Tanzaufführungen begann die Zeremonie und wurde mit einem phänomenalen Feuerwerk beendet. Für uns war jedoch noch lange nicht Feierabend. Im Getümmel der vielen verschiedenen Nationen wurde weiter gefeiert. Als auch wir müde wurden, zogen wir uns in unsere Zimmer zurück und Manche packten schon für die Heimreise.

Der Morgen kam viel zu früh, trotzdem trafen alle um 6.15 Uhr bei der Rezeption ein. Allen war der Schlaf noch ins Gesicht geschrieben.

Die Reise begann mit der letzen bulgarischen Busfahrt. Am Flughafen dann derselbe Ablauf wie bei der Anreise. Das Warten durfte natürlich nicht fehlen. Der Rückflug verlief ohne Probleme und in Sofia mussten wir wieder Umsteigen. Der Flug zurück in die Schweiz war angenehm ruhig und diente den meisten dazu, etwas Schlaf nachzuholen. Auch das Gepäck fand den Weg in die Schweiz. 

Von vermissten Familienmitgliedern wurden wir am Flughafen in Empfang genommen. Unsere Wege trennten sich und alle fanden den Weg nach Hause.

 

Claudia Schürch und Michael Jakob